26.05.1923
Der deutsche Freikorpskämpfer Albert Leo Schlageter wird in der Golzheimer Heide bei Düsseldorf von den französischen Besatzern ermordet. Schlageter war Offizier des Deutschen Heeres, Ritter des Eisernen Kreuzes beider Klassen, Baltikumer, Nationalheld und späterer Blutzeuge der Bewegung. Nach der Teilung Oberschlesiens im Oktober 1921 ging Schlageter nach Danzig. In dieser Periode taucht Schlageters Name in einer Mitgliederliste auf, die jedoch keiner Organisation oder Partei einwandfrei zuzuordnen ist. Trotzdem wird dies als Nachweis für die Mitgliedschaft Schlageters in der frühen NSDAP gewertet. Schon im Herbst 1922 hatte er Adolf Hitler kennengelernt, als Hitler vor Roßbachleuten und den Mitgliedern anderer Freikorps sprach. Noch im Wandel dieses langen, sehr eingehenden Vortrages, zu dem Adolf Hitler nur Stichworte auf eine Tischkarte geschrieben hatte, verpflichtete sich Schlageter Hitler durch Handschlag und wirkte danach unter Gerhard Rossbach als 61. Mitglied der Ortsgruppe Berlin in der Reichshauptstadt, ständig verfolgt von den Bütteln des Innenministers Severings, der die Nationalsozialisten wie Freiwild behandelte. Oft genug bewahrte Schlageter wichtiges Aktenmaterial vor der Beschlagnahme durch kühnes Zugreifen in letzter Minute. Eine politische Laufbahn schien ihren Anfang zu nehmen. Sie wurde jäh unterbrochen durch den französischen Überfall auf Deutschland. Mit der völkerrechtswidrigen Ruhrbesetzung durch französisches Militär im Januar 1923 wurde Schlageter wieder für die Organisation Heinz tätig. Um die weitere Abfuhr von deutscher Kohle nach Frankreich zu behindern, verübte seine Gruppe im März 1923 Sprengstoffanschläge beim Bahnhof Essen-Hügel und auf eine Eisenbahnbrücke der Bahnstrecke Düsseldorf–Duisburg bei Kalkum. Dabei achtete Schlageter stets peinlich genau darauf, daß keine Menschen (auch keine Angehörigen der Besatzungstruppen) verletzt oder gar getötet werden konnten. Durch den Abtransport deutscher Kohle, die im sogenannten „Versailler Vertrag“ dem Reiche abgepreßt wurde, erfroren in diesem Winter tausende Deutsche. Am 7. April 1923 wurde Schlageter im Essener Union-Hotel von den französischen Besatzern verhaftet. Der Verräter soll der Spitzel Walter Kadow gewesen sein, der später von Rudolf Höß und Martin Bormann deswegen liquidiert wurde. Die Verhandlung begann am 8. Mai vor einem französischen Militärgericht. Am 9. Mai 1923 wurde Schlageter wegen Spionage und Sabotage zum Tode verurteilt. Eine Revisionsverhandlung am 18. Mai blieb erfolglos und ein Gnadengesuch lehnte Schlageter ab. Am Morgen der Exekution schreitet er ohne Zagen, ohne Unruhe, auf den weißen Pfahl zu, der seine Todesstätte bezeichnet. Dort wird er, wie französische Strafvollstreckung bei Todesurteilen vorschreibt, zum Knien gezwungen; es werden ihm die Hände gefesselt und die Füße an den Pfahl festgebunden, während der Gerichtsschreiber das Urteil herunterleiert. Dann wird ihm eine breite weiße Binde um die Augen gelegt. In diesem Augenblick tiriliert die erste Lerche dicht hinter dem jungen Helden in den Maienmorgen hinein. Aus dem Kreise der Militärs tritt einer heran und gibt aus unmittelbarer Nähe einen Pistolenschuß ab, worauf der Körper Schlageters heftig zusammenzuckt. Die Tragödie ist zu Ende. Albert Leo Schlageter ist tot. Auf deutschem Boden hat französische Soldateska das gleichfalls in deutschen Landen von französischen Richtern in Friedenszeit gefällte Todesurteil gegen einen deutschen Mann vollstreckt. Es ist gegen das Deutsche Reich etwas geschehen, was sonst nur gegen Negerstämme im dunkelsten Afrika möglich war: Anmaßung des höchsten Rechtes durch Landesfremde. Der Tiefpunkt deutscher Schmach ist erreicht. Albert Leo Schlageter wurde am gleichen Tag auf dem Düsseldorfer Nordfriedhof beerdigt. Auf Wunsch seiner Familie wurde am 8. Juni der Leichnam exhumiert und unter großer öffentlicher Anteilnahme nach Schönau überführt, wo er in einem Ehrengrab am 10. Juni 1923 beigesetzt wurde. Auf seinem Sarg standen die Worte: DEUTSCHLAND MUSS LEBEN, AUCH WENN WIR STERBEN MÜSSEN!
Leutnant d. R. Albert Leo Schlageter (1894-1923).
Bild 2: Die Hinrichtung…
Bild 3: Gedenkinschrift zu Ehren Leo Schlageters.

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26.05.1938
Für das Volkswagenwerk wird in Fallersleben bei Wolfsburg der Grundstein gelegt. Nach der Idee des Ingenieurs Ferdinand Porsche soll hier für das deutsche Volk ein erschwingliches Auto gebaut werden. Der als Volkswagen im Wortsinne geplante KdF-Wagen war eines der wichtigsten Projekte der nationalsozialistischen Organisation „Kraft durch Freude“ (KdF). Das Auto sollte mit 990 Reichsmark für jedermann erschwinglich sein. Als Vater des VW-Käfer-Vorläufers gilt Ferdinand Porsche, der sich bei der Konstruktion von Entwürfen des österreichischen Autokonstrukteurs Béla Barényi inspirieren ließ. 1945 wurde die Stadt des KdF-Wagens in „Wolfsburg“ umbenannt und das Automobilewerk begann (zunächst unter Leitung der britischen Besatzungsmacht) mit der Serienproduktion des nun Volkswagen genannten KdF-Wagens, dem späteren VW Käfer.
Der Führer spricht in der „Stadt des KdF-Wagens bei Fallersleben“, die später Wolfsburg heißen sollte…

26.05.1940: Die erste Ausgabe der deutschen Wochenzeitung „Das Reich“ erscheint. Die Wochenzeitung wandte sich vorrangig an das Bürgertum und die Eliten des Landes. Vorbild war der englische „Observer“. Die Zeitung sollte sich durch ein hohes journalistisches Niveau von anderen Publikationen abheben. Sie war nach dem „Völkischen Beobachter“ die zweitwichtigste Zeitung im Reich, Themenkreis und Leserschaft waren in etwa vergleichbar mit der BRD-Wochenzeitung „Die Zeit“ bis zu deren vollständigem Kipp nach links ab 1990, der DDR-Wochenzeitung „Wochenpost“ oder auch der liberalkonservativen Wochenzeitung „Junge Freiheit“ zwischen den Jahren 1995 und 2015. „Das Reich“ wurde ein voller Erfolg, die ursprünglich anvisierte Auflagenhöhe von 100.000 Stück mußte bereits für die Erstausgabe nachträglich verdoppelt werden. Der Umfang von 32 Seiten schrumpfte zwar im Zuge der Papierzuweisung in den Folgejahren auf acht Seiten, die Hauptinhalte Kultur und Politik blieben jedoch in ihrem Konzept bis zum Schluß erhalten.

Heute jährt sich die Möhnekatastrophe zum 76. Mal. Als eine britische Rollbombe zwischen die beiden Türme der Sperrmauer einschlug, ergossen sich über 90 Millionen Kubikmeter Wasser ins enge Möhnetal. Über 1.500 Menschen kamen dabei ums Leben.

Dieses Foto aus England wurde am 18. Mai 1943 vom Flugoffizier Jerry Fray vom Geschwader 542 aus seiner Spitfire PR IX aufgenommen. Auch einen Tag später floss immer noch Wasser aus der Möhnetalsperre.

Die ganze Geschichte der Möhnekatastrophe sowie weitere Fotos gibt es hier: https://www.reisefuehrer-moehnesee.de/sehenswuerdigkeiten/moehnetalsperre/

25.05.1877
Im Deutschen Kaiserreich verabschiedet der Reichstag das Patentgesetz, das eine Rechtsvereinheitlichung hinsichtlich der bisher von den Ländern erteilten Patente bringt. Das Patentgesetz sichert im deutschen Recht neben dem Markengesetz, Gebrauchs- und Geschmacksmustergesetz den Schutz neuschöpferischer Entwicklungen. Mit dem neuen Reichs-Patentgesetz war auch die Einrichtung einer Behörde vorgesehen, die Patente vergeben sollte. In den Jahren 1891 und 1936 wurden neue Patentgesetze erlassen. Die letzte Neufassung des Patentgesetzes 1936 datiert vom 16. Dezember 1980. Sie ist seit dem 1. Januar 1981 in Kraft und hat seither eine erhebliche Zahl, zum Teil gravierender, Änderungen erfahren. Nun gibt das Patentgesetz dem Inhaber eines Patentes verschiedene zivilrechtliche Ansprüche auf Unterlassung und Schadensersatz, Auskunft, Rückruf oder Vernichtung, sofern er Rechtsverletzungen seines Patentes hinnehmen muß oder eine Rechtsverletzung etwa durch Patentberühmung zu befürchten ist.

18.05.1935
Die Geschichte des Fernsehens hat ihren Ursprung in Deutschland. Für das Reich ist ein Netz von 25 Fernsehsendern vorgesehen. Empfangsgeräte kosten zwischen 700 und 3.000 RM. Die BRD-Propaganda erzählt jedoch: „Das öffentliche Fernsehen in Deutschland begann mit dem Ersten Programm der ARD im Jahre 1953.“ So lernen es die Schulkinder und die Fernsehzuschauer. Wenn es eine Erinnerungssendung an die Frühzeiten des deutschen Fernsehens gibt, so beginnt diese regelmäßig im Jahr 1953. Diese Geschichtsklitterung ist nur eine unter vielen, die dem heutigen Deutschen, vor allem den jüngeren Jahrgängen, klarmachen soll, daß die deutsche Geschichte quasi erst 1945 begann und daß das Dritte Reich nichts Positives zu bieten hatte, da es ja damals nichts außer KZs, Vergasungseinrichtungen, Kriegsmaschinen und Folterinstrumente gegeben habe und daß neben dem Kino und der Wochenschau als einziges Massenmedium der Rundfunk mit dem ominösen Volksempfänger lediglich der Verbreitung der stereotypen Goebbels-Propaganda gedient habe. Tatsache, wenn auch eine gründlich verdrängte, ist aber, daß der öffentliche Fernsehbetrieb in Deutschland nicht erst im Jahre 1953, sondern schon 18 Jahre früher, während des Dritten Reiches, eröffnet wurde. Der erste deutsche Fernsehsender begann seinen regelmäßigen Fernsehbetrieb in Berlin Witzleben an drei Tagen in der Woche für zwei Stunden am Abend. Die Reichweite des Senders war noch auf Berlin und Umgebung beschränkt. Allerdings war es nun nicht so, daß in vielen Haushalten ein sogenannter Volksfernseher (FE 1) stand. Dahin war es noch ein weiter Weg. Im ganzen Reich gab es im ersten Fernsehjahr nicht mehr als 50 Empfangsgeräte, und die standen in Öffentlichen Fernsehräumen („Fernsehstuben“) und in den Wohnstuben einiger Parteigenossen. Technisch hatte sich das Fernsehen bis zum Zweiten Weltkrieg dahingehend weiterentwickelt, daß ab 1935 ein Zellensprungverfahren eingeführt worden war, das das Flimmern des Bildes verdeckte, indem ein Bild in zwei Halbbildern abgetastet wurde (erst die geraden, dann die ungeraden Zeilen). Damit erzielte man eine scheinbare Bildwechselzahl von 50 anstatt der eigentlichen 25 Bilder pro Sekunde. Am 15. Juli 1937 erklärte der Reichspostminister 441 Zeilen bei 50 Halbrastern zur endgültigen deutschen Fernsehnorm. Diese Obergrenze wurde durch die Übertragungstechnik gesetzt. Zwar gab es erste Versuche für hochauflösendes Fernsehen mit 729 und 1.029 Zeilen, was allerdings nur militärisch für die Luftaufklärung genutzt wurde.
Modell: FE VI

Hersteller: Telefunken
Herstellungsjahr: 1937
Fernsehempfänger mit Paralleltonverfahren, 25 Röhren. 441 Zeilen, Bildgröße 21 x 26 cm, Empfangsbereich 40-60 MHz, 110/220 Volt Wechselstrom
Röhren: 5 x RV 12 P 2000, RL 12 T 1, 2 x EL 1, EZ 1, 4 x AF 7, AL 5 spez., 2 x AL 4, AF 3, AC 2, AB 2, CY 1 spez., 2 x RFG 3, AZ 1, RGN 4004, Braunsche Röhre 35 cm Durchmesser…